|
Das Leben der Konstanzia Grutschnigg 1901
Am 4. August des Jahres 1901 wurde dem armen Ramingsteiner Keuschlerehepaar Johann und Katharina Grutschnigg als sechstes von insgesamt acht Kindern eine Tochter geboren, die kurz darauf auf den Namen Konstanzia getauft wurde. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang Ramingsteins in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Hoffnung, genährt durch den Bau der Murtalbahn, die Eröffnung der Ramingsteiner Papierfabrik, den Neubau der Volksschule und nicht zuletzt durch die Renovierung, das heißt ebenfalls den Neuaufbau der Burg Finstergrün, wo auch Johann Grutschnigg einen Auftrag erhalten hat. Gemeinsam mit vielen seiner Leidensgenossen sah er einen Ausweg aus der fatalen Lage für seine Familie, indem er sich als Schindelmacher für das Burgdach vom Grafen Szapary anstellen ließ.
Weltgeschehen 1901-1910
Als eines der letzten Länder eröffnet Österreich den Frauen die Möglichkeit zum Medizinstudium an den Universitäten
1901 Im "Wiener Programm" fordern die österreichischen Sozialdemokraten den Ausschluss der Frauenarbeit aus den besonders für den weiblichen Organismus schädlichen Betrieben.
1903 Physiknobelpreis an Marie Curie
1905 Friedensnobelpreis an Bertha von Suttner
1908 Österreich-Ungarn annektiert Bosnien-Herzegowina |
|